Zwischen-Klänge N°6: Wahrheit von innen

Ich würde sagen, ich bin gut in der Lage Entscheidungen zu treffen, und mir meine eigene Meinung zu bilden. Aber letzte Woche ertappte ich mich mit dem Satz: „Ich hätte gern jemanden, der von außen auf mich schaut, jemanden, der allwissend ist, und der mir sagt, dass ich dieses oder jenes richtig mache.“ Die Antwort von Iris – zu der ich diesen Satz sagte – war: niemand wird ausreichen, auch nicht wenn er allwissend ist, um dir dieses Gefühl der Richtigkeit zu geben. Du musst es in dir finden. Wann immer ich verunsichert bin taucht dieses Gefühl auf, dass jemand anderer mir sagen könnte, was falsch ist, oder wie es richtig wäre. (Ich würde das auch immer zu meinen Klienten sagen. Aber einige Anteile von mir sind offenbar noch nicht ganz so weit…)

Vor einigen Tagen las ich auf einer Webseite den Satz „Zurück zu DIR“. Er drückt in äußerst komprimierter Form die Bewegung aus, die was ich fast als die zentralste Aufgabe empfinde in der gegenwärtigen Zeit: diese Wendung zu mir selbst, zur eigenen Urteilsfähigkeit und dem Vertrauen, dass ich schon können werde, was ich wirklich will.

Ich und du, und die meisten Menschen sind durch viele Jahre Schule, Ausbildung, Studium fast schon abgerichtet auf dieses Verhalten jemand anderem die Urteilsfähigkeit zuzusprechen über unser Tun, so dass wir glauben, da draußen wüsste jemand, wie es geht, oder ob wir es gut machen. Und damit machen wir dann den Rest des Lebens weiter: Partner, Arzt, Therapeut, Geistheiler, Arbeitgeber, der Staat sagen mir, was richtig ist, und was ich machen soll.

In mir gibt es die tiefe Überzeugung, dass der wichtigste Lernschritt der gegenwärtigen Zeit ist: zurück zu mir. Dass ich mich frage, ob es gut ist. Und dass ich innere Maßstäbe dafür bilde. Nur ich kann es beurteilen. Ich darf ruhig die anderen fragen, wie sie es sehen, aber letzten Endes bin ich es, die entscheidet. Und zwar nicht aus meinem begrenzten Verstand heraus, sondern aus meiner Herzensweisheit.

Diese Woche habe ich besoners mein tiefstes Anliegen gefühlt, mir selbst und anderen Menschen zu zeigen, dass es um diese Bewegung geht: zurück zu dir. Finde die Wahrheit in dir. Dann frag die anderen nach ihrer Wahrheit, und erschaffe mit ihnen ein gemeinsames Feld der diversen Wahrheiten, in denen alle einen Platz haben.

Wir brauchen für diese Bewegung eine andere Ebene, oder ein Medium, das uns über den Verstand hinaus führt, der uns immer wieder die alten Lösungen präsentiert, aus denen wir heraus gewachsen sind, wie aus alten Kleidern. Mein Beitrag für diesen Schrittl ist der Klang: die Kristallfeld Mantras und die Kristallklang Reisen. Ich empfinde einen tiefen Sinn diese Arbeit zu tun, mit dieser Vision der gemeinsamen Vielseitigkeit, in der jeder den für sich genau richtigen Platz findet und einnimmt.

Mein Impuls:

Beobachte wenn du magst einmal, von wo aus du Entscheidungen triffst. Es dürfen gern Alltagsentscheidungen sein. Was ziehst du an, mit wem nimmst du Kontakt auf und wie. Bist du anwesend in diesen Entscheidungen? Triffst du sie aus Gewohnheit? Entscheidest du dich das zu tun, was andere erwarten? Wo ist deine Freude bei den Entscheidungen? Möchtest du etwas verändern? Kannst du dich selbst lieben, wie auch immer das Ergebnis deiner Beobachtung ist?

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