Zwischen-Klänge N°1: Wandel

Wann ist der Moment gekommen, für einen echten Wandel, eine echte tiefe Verwandlung?
Das habe ich mich in den letzten Wochen und Monaten oft gefragt.
Woher weiß der Schmetterling, dass es jetzt Zeit ist aus dem Kokon zu kriechen? Woher weiß die Rose, dass es Zeit ist nach – langer Vorbereitung – ihre Blüte zu entfalten? Woher weiß ein alter Körper, dass es Zeit ist, zu sterben?
Hier ist es wohl am deutlichsten: zu jeder Verwandlung gehört ein Sterben, das Loslassen eines alten Zustandes. Solange ich den einen Zustand nicht loslassen mag, wird der nächste nicht kommen, denn innerhalb der Zeit schließen sich die beiden gegenseitig aus.

Mein eigener Wandel

Was mich betrifft, so bin ich in diesem Frühjahr in einem eigenen tiefen Wandlungsprozess, und schaue mir manchmal selbst verwundert über die Schulter und frage mich: was hat es mir jetzt möglich gemacht so viele Meinungen und Werte meiner letzten Jahrzehnte loszulassen und etwas ganz Neues zu beginnen?

Ich bin ein Mensch von sehr stabilen Werten – ich denke lange über Dinge nach, und bilde mir dann eine Meinung, die ich nicht so leicht wieder ändere. Das ist häufig sinnvoll und gut, manchmal aber auch hinderlich. Was hat es mir ermöglicht diesen Schritt zu gehen, und das Alte loszulassen?

Ich habe gefühlt, dass etwas reif geworden ist in mir, und die Gesetzmäßigkeiten dieser Reifung – jeder Reifung – sind zu komplex, um sie mit dem Verstand zu erfassen, so vermute ich. Zu viele Umstände müssen zusammen kommen, um eine Reifung zu erlauben. Manche kennen wir, viele aber nicht, und wir stehen immer wieder vor Fragen und Rätseln. Ich persönlich mag Rätsel, wenn es nicht zu viele sind. Das macht mich immer wieder demütig.

Die Veränderung in mir betrifft das Auftauchen einer Vision, eines inneren Bildes, das ich schon immer in mir trage. Ich kann es fühlen bis in meine Jugend hinein. Ich habe diesem Bild aber nie erlaubt aufzusteigen, sich wirklich zu zeigen, weil es bedeutet hätte, das ICH mich zeigen muss. Das wollte ich nicht. Bis jetzt.

Nun wage ich es, und begebe mich auf diesen Weg.  Ein kleines Teilstückchen meines Weges ist dieser Newsletter.

Mein Impuls

Meine Anregung an dich: vielleicht magst du dich fragen: wann hat der letzte Wandel in deinem Leben stattgefunden? Wie ging es dir dabei, und wohin hat er dich geführt? Wünschst du dir Wandel? Oder möchtest du mehr Stabilität? Wo findest du die?

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