Zwischen-Klänge N°7: Erfolg

Eigentlich hatte ich gedacht, ich wüsste was Erfolg bedeutet. Aber als ich neulich gefragt wurde, kam ich ins Stottern. Was heißt denn Erfolg eigentlich für mich? Empfinde ich mich selbst als erfolgreich? Wann beurteile ich mich selbst oder andere als erfolgreich, oder nicht? Im Moment kommt es mir so vor, als ob ich darin noch ziemlich unbewusst bin.

Wenn ich es mir anschaue, dann kommt es mir so vor, als ob ich gern die eigenen Erfolge gering achte, dass ich nicht ganz an sie glaube. Zum Beispiel die Tatsache, dass ich seit 25 Jahren selbständig arbeite und davon leben kann ist doch ein Erfolg. Ich mache ihn mir selber madig, indem ich mir vor Augen führe, wie viele Menschen das besser können und mehr erreicht haben in dieser Zeit. Aber wenn ich mir klar mache, wie vielen Menschen es gar nicht erst gelingt, ist es nur eine Veränderung des Blickwinkels.

Das betrifft die großen Dinge. Aber es gibt schon so viele kleine Alltagsdinge, in denen ich erfolgreich bin. Ich gehe und mache mir ein Frühstück; Erfolg. Kommt mir so klein vor, weil ich es jeden Morgen mache. Aber wenn es nicht gelingt – aus welchen Gründen auch immer, wird deutlich, wie kostbar es ist. Und wie schön so erfolgreich zu sein – jeden Tag!! Ob ich mich darüber freue oder nicht liegt nur an meinem Blickwinkel. Und den kann ich bewusst oder unbewusst wählen. Eine Wahl ist es immer.

Wenn ich an die vergangene Woche denke, fallen mir die beiden Mantra Abende ein: in Holtsee bei Eckernförde und in Lübeck. An beiden Abenden waren 12 Menschen da, und weil die Gruppen neu sind, und die Teilnehmerzahlen noch sehr variieren, hat mich das sehr gefreut. Nein. Es hat ein tiefes Beglückt-Sein in mir ausgelöst. Ist das nicht eigentlich Erfolg? Zu fühlen, dass das, was ich am liebsten tue angenommen wird, und ich Menschen damit beschenken kann?

Ein Erfolg, der vergangenen Woche ist auch das Feedback, was ich zu dem letzten Newsletter bekam. Es kam eine lange Mail von einer Leserin, die mich aufmerksam darauf machte, dass es sehr wohl eine gute Sache ist Schulbildung erhalten zu haben und einen Verstand zu besitzen. (Auf jeden Fall, liebe Katrin!) Und eine weitere Mail von einer anderen Leserin, die berichtete, wie gut ihr mein Impuls getan hat, auf Alltagsentscheidungen zu achten. (Danke, liebe Edith!) Ich freue mich von Herzen, wenn ich euch mit meinen Gedanken anregen kann. Wenn das, was ich hier schreibe in irgendeiner Weise Wellen schlägt. Es ist nicht nötig, dass alle LeserInnen immer einverstanden sind mit dem, was ich schreibe, aber es ist schön, wenn es zu Austausch in der einen oder anderen Weise führt. Das gibt mir das Gefühl der Verbundenheit und Vielfalt. Das Gefühl, dass der bunte Blumenstrauß an Gedanken in irgendeiner Weise bei euch ankommt und nicht gleichgültig ist. Das freut mich!

Mein Impuls:

Es gibt eine wunderschöne Übung von Veit Lindau, die sehr beglückend wirken kann: triff eine kleine Alltagsentscheidung, wie die, die ich oben beschrieben habe, und setze sie um. Es dürfen einfach die Sachen sein, die du sowieso machen willst. Zum Beispiel Frühstück machen: du gehst zum Kühlschrank und holst Brotaufstrich; Erfolg. Du besorgst dir Brot oder Brötchen, oder was immer du morgens zu dir nimmst; Erfolg. Und so weiter. Beobachte, dass du es tust, und freue dich daran, wie erfolgreich du warst, sage dir: wunderbar, dass ich das so kann! Und mach weiter mit dem nächsten Schritt – egal was es sein mag. Mach es 10 Minuten jeden Tag. Am Anfang kommt es dir vielleicht komisch vor, aber ich kann von mir berichten, es macht mich mindestens fröhlicher! 🙂

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